Phantomschmerz Studie VIII

Hey Leute, ich bin wieder gut drauf. Juhu ich kann wieder normal schlafen und die schlimmen Phantomschmerzen Tage wegen meiner Periode sind wieder vorbei. Endlich wieder Normalität angesagt 🙃👍.

Heute war ich wieder bei der Studie. Da wir ja immer neue Bewegungen lernen und sie dann trainieren, kam heute der Zeitpunkt an dem wir versuchen wollten mehrere Bewegungen aufeinmal zu machen. Also in einer. Übung quasie zwei verschiedene Bewegungen einbinden. Bis jetzt waren ja alle immer einzeln.

Allerdings hat sich das als sehr schwierig heraus gestellt. Denn weil man im Oberschenkel eben nicht tausend verschiedene Muskeln hat, sondern viele Muskeln für mehrere Bewegungen zuständig sind, konnten wir keine unterschiedlichen Stellen finden. Also jedesmal wenn ich zum Beispiel die Knie beuge und steck Bewegung gemacht habe und dann zusätzlich zum Beispiel die Waden Drehbewegung mit drin hatte, dann hat beides immer reagiert. Weil eben die großen Hauptmuskeln für mehrere Bewegungen zuständig sind.

Das war auch etwas anstrengender als sonst, da wir natürlich viel rum probiert haben und es uns frustriert hat, dass wir es nicht hinbekommen haben 😂. Aber ich vermute mal, dass sowas einfach schwer zu machen ist bei einem Oberschenkel Stumpf. Könnte mir vorstellen, dass es bei einem Unterschenkel Stumpf einfacher gehen würde.

Ansonsten möchte ich euch heute noch einmal eine tolle Erklärung zeigen, welche ich anfangs völlig übersehen hatte. Denn das habe ich als Unterlagen am Anfang sogar alles bekommen und auch gelesen, aber einfach dann wieder total verpeilt danach ^^.

Damit nochmal für jeden klar ist, wie und was genau gemacht wird. Wer mit machen kann und wer nicht und vorallem, nochmal als Erklärung, dass es zwei unterschiedliche Studien zu diesem Thema gibt, die allerdings sehr ähnlich sind.

PROBANDENINFORMATION UND EINVERSTÄNDNISERKLÄRUNG

Virtuelle Realität zur Behandlung von Phantomschmerz

Sehr geehrte Probandin,
sehr geehrter Proband,

vielen Dank für Ihr Interesse, an dieser wissenschaftlichen Untersuchung teilzunehmen, die den Effekt zweier verschiedener virtueller motorischer Trainings zur Behandlung von Phantomschmerz untersucht.

Phantomschmerz tritt nach 70-80% aller Amputationen auf. Die verlorene Gliedmaße wird oft noch als am Körper vorhanden wahrgenommen und manche Patienten berichten sogar das Gefühl, diese noch bewegen zu können. Bisher gibt es immernoch keine ausreichenden Behandlungsmöglichkeiten gegen den Phantomschmerz. In der letzten Zeit sind vor allem die Spiegeltherapie und motorische Trainings in den Mittelpunkt der Forschung gerückt. Dabei lernen die Patienten, auch mit Hilfe von virtueller Realität ihr Phantomglied zu bewegen. Es wird angenommen, dass diese Trainings das Gehirn anregen, Veränderungen durch die Amputation zu reparieren.

Wir wollen in dieser Studie zwei verschiedene Varianten dieser neuen Technologien, die effektiv Phantomschmerz reduzieren, untersuchen. Sie werden per Zufall einer dieser Behandlungen zugeteilt. Falls die für Sie ausgewählte Behandlung keine Verbesserung erbringt, können Sie nach Abschluss der Behandlung das andere Training ausprobieren.

Wir möchten Sie jetzt ausdrücklich auf folgende Punkte aufmerksam machen, die Sie für Ihr grundsätzliches Einverständnis zur Teilnahme wissen müssen.

Als erstes möchten wir Sie über den Ablauf der Untersuchung informieren.

Ablauf der Untersuchung – Übersicht
Zu Beginn und zum Ende jeder Behandlung werden wir Sie bitten einige Fragebögen auszufüllen. Jede Behandlungssitzung wird ca. 1,5-2 Stunden dauern. Sie können wählen, ob Sie die 15 Behandlungssitzungen 1, 2 oder 5 mal pro Woche erhalten wollen. 1, 3 und 6 Monate nach der Behandlung werden drei weitere Termine stattfinden, um die langanhaltenden Effekte der Behandlung zu untersuchen.

Details der Behandlung
Jedes Mal, wenn Sie Ihr Phantom bewegen, werden durch Ihre Stumpfmuskeln elektrische Signale produziert. Abhängig von der Behandlungsgruppe, der Sie zugeteilt werden, sollen Sie entweder spezifische Bewegungen Ihrer Muskeln durchführen oder diese Muskeln ruhig halten. Um das zu überprüfen, werden wir Oberflächenelektroden auf die Muskeln Ihres Stumpfes platzieren und die Signale Ihrer Muskeln aufzeichnen.

Die Übungen in der virtuellen Realität werden Ihnen helfen, die Bewegungen zu visualisieren.
Wenn sich der/das virtuelle Arm/Bein auf dem Bildschirm bewegt, sollen Sie sich entweder vorstellen, dass Sie dieselbe Bewegung durchführen, oder mit Ihrem Phantom dieselbe Bewegung durchführen.

Es gibt verschiedene Erklärungen für die Schmerzreduzierung durch diese Trainings. Es wird angenommen, dass das Areal im Gehirn, das für die amputierte Gliedmaße zuständig war, durch diese Trainings reaktiviert wird. Das visuelle Feedback wird durch einen virtuellen Arm / ein virtuelles Bein dargestellt.

Ausschlusskriterien
Sie dürfen an der Studie nicht teilnehmen, wenn Folgendes bei Ihnen vorliegt:

Die Amputation liegt noch weniger als 6 Monate zurück, ein Hautkontakt oder eine Muskelkontraktion des Stumpfes oder eine Phantombewegung ist schmerzhaft.

Mögliche unerwünschte Wirkungen durch die Studienteilnahme Nebenwirkungen der Elektromyographie

Die Elektromyographie ist ungefährlich. Durch die verwendete Paste kann es zu einer kurzfristigen Hautreizung (Rötung) kommen. Es kommt keinesfalls zu einer Gewebeschädigung. Es kann sein, dass der Phantomschmerz initial nach Benutzung der Stumpfmuskulatur oder nach den Phantombewegungen ansteigt. Dies sollte nach einigen Behandlungen zurückgehen.

Sollten dennoch für Sie unerwartet unangenehme Zustände auftreten oder Sie Fragen haben, können Sie die verantwortliche Projektmitarbeiterin Larissa Cordier jederzeit telefonisch oder per E-Mail erreichen:

Larissa Cordier

Tel.: 0234-50773530; larissa.cordier@rub.de

Die Ergebnisse dieser Studie sollen zum Verständnis neuer Trainings gegen Phantomschmerz beitragen. Es kann sein, dass sich Ihr Phantomschmerz durch die Teilnahme an dieser Studie verringert.

Durch die Teilnahme an dieser Studie entstehen Ihnen keinerlei Kosten. Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass im Rahmen dieser Studie kein Wegeversicherungsschutz besteht.

Es wäre wirklich klasse, wenn sich der ein oder andere noch für diese Studie zur Verfügung stellen würde und auch natürlich Lust und Zeit hat daran teilzunehmen. Bitte beachtet aber, dass sie in Bochum stattfindet und ihr oft dort hin fahren müsst.

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Ansonsten war ich heute viel unterwegs und musste vor lauter schwitzen 4 x meinen Liner ausziehen und das ganze Gedöns was dazugehört natürlich auch, um alles wieder trocken zu legen. Sonst kann ich wirklich kaum laufen, dass ist einfach zum kotzen zur Zeit. Ich hoffe die Kasse macht langsam mal hin 🙄🙈. Brauche dringend einen neuen Schaft.

Bis dahin Zähne zusammen beißen und halt oft alles trocken legen. 🤨

Eure Chaos.Cat

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