Das bin ich… ? 

Wow wenn ich an Fotos aus meiner Kindheit denke, dann denke ich an mich als kleine Lisa, in 90ger Jahre Blümchenhose und mit dickem Haarband. Ich denke nur an ‚die kleine freche Lisa die immer sie selbst war‘ und nicht an ‚Lisa das Mädchen mit dem Krebs‘.   

In der Zeit danach, als ich krank wurde, entstanden natürlich auch viele Bilder. Diese habe ich jedoch aus meiner Erinnerung und aus meinem Herzen verbannt.

Doch „warum mache ich sowas?“, frage ich mich heute. Natürlich, ich habe mich immer geschämt, für meine Glatze und mein schwaches Äußeres. Ich sah aus, wie ich mich zu der Zeit gefühlt habe, krank! Schwäche zeige ich persönlich nur sehr ungern, und dies ist ein sehr schwacher Moment in meinem Leben gewesen, dachte ich zumindest immer. Doch heute denke ich:

Ich hab den Krebs besiegt! Ich hab alles durch gestanden und das alles hat mich heute nur noch stärker gemacht!-

Niemand sollte sich für sollche Dinge schämen müssen! Schon gar nicht wenn man später älter ist und weiß, dass man es geschafft hat und heute drüber steht und sagen kann: „Na und?! Dann hatte ich eben eine Glatze und sah aus wie Woldemord’s kleine Schwester! Das war nicht ich! Das war der Krebs und den habe ich einen ordentlichen Arschtritt verpasst!“

So sollte jeder kranke Mensch denken, denkt nicht ihr seid schwach oder hässlich. Denkt ihr seit stark, ihr müsst so viel durch stehen und aushalten. Alle die etwas anderes über euch sagen oder von euch behaupten, waren nie in dieser Lage! Sie können garnicht urteilen über euch, denn wären sie selbst so krank, dann würde es ihnen genauso ergehen.  

Es seit nicht ihr selbst, es ist die Krankheit in euch die so stark ist, dass sie nach außen scheint. Doch tief in euch drin, seit ihr immer noch ihr selbst! Lasst euch nichts anderes einreden, diese Zeiten vergehen, Krankheiten heilen, doch wer ein Arschloch ist, bleibt ewig hässlich, und zwar von Innen. 

Ich mit 12, als Kämpferin gegen den Krebs

Ich mit 6, bei meiner Einschulung als ich selbst


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